Ein Treppengeländer aus Glas macht aus der Treppe das, was sie in vielen Häusern ohnehin sein soll: das offene Zentrum des Hauses. Statt einer Stabreihe, die den Blick zerschneidet, steht eine durchgehende Glasfläche da – Licht läuft durch, der Raum bleibt zusammenhängend, und die Absturzsicherung ist trotzdem erfüllt. Drelux plant, fertigt und montiert Treppengeländer aus Glas im Raum Nürnberg, Fürth und Erlangen sowie im weiteren Umkreis bis München, als Glasbau- und Metallbaubetrieb der Handwerkskammer für Mittelfranken.

Die drei Bauweisen an der Treppe

An einer Treppe sind drei Konstruktionen üblich, und sie unterscheiden sich stärker, als die Fotos vermuten lassen – in der Optik, im Preis und vor allem in dem, was baurechtlich nachzuweisen ist.

Bauweise Optik Was daran besonders ist
Ganzglasgeländer mit Punkthaltern am filigransten, die Scheibe scheint zu schweben Die Halter sitzen seitlich an der Wange oder Deckenkante. Die Bohrungen müssen vor dem Vorspannen eingebracht werden – nachträglich ist nichts mehr zu ändern.
Ganzglasgeländer im Bodenprofil durchgehende Glaslinie ohne sichtbare Halter Ein Alu- oder Edelstahlprofil klemmt die untere Glaskante über die volle Länge ein. Braucht einen tragfähigen Untergrund und Platz im Bodenaufbau.
Glasfüllung zwischen Pfosten klassischer, Pfosten bleiben sichtbar Die günstigste Variante. Das Glas ist reine Ausfachung, die Lasten gehen über die Pfosten – dadurch deutlich einfacher nachzuweisen.

Welche Bauweise an Ihre Treppe passt, entscheidet weniger der Geschmack als der Untergrund. Eine Betonwange trägt fast alles. Bei einer Holztreppe oder einer filigranen Stahlwange sieht die Sache anders aus – dazu weiter unten mehr. Die Unterschiede im Detail, samt Vor- und Nachteilen, haben wir auf der Seite Punkthalter, Bodenprofil oder Klemmhalter gegenübergestellt.

Der Handlauf entscheidet mehr, als die meisten denken

Die häufigste Vorstellung ist das Ganzglasgeländer ohne alles – nur Glas, keine Kante oben. Das sieht großartig aus, hat aber zwei Konsequenzen, die vor der Bestellung auf den Tisch gehören.

Baurechtlich: Nach der Bayerischen Bauordnung muss jede Treppe einen festen und griffsicheren Handlauf haben (Art. 32 Abs. 6 BayBO). Eine Glasoberkante ist kein Handlauf in diesem Sinn, wenn man sie nicht umfassen kann. Beidseitige Handläufe sind im Einfamilien- und Zweifamilienhaus dagegen nicht vorgeschrieben – die Pflicht dazu greift erst ab mehr als zwei nicht stufenlos erreichbaren Wohnungen.

Technisch: Ein durchgehender, lastabtragender Handlauf verbindet die Scheiben miteinander. Nach DIN 18008-4 wird die Konstruktion damit als Kategorie B eingestuft – dafür gibt es geprüfte Systeme mit bauaufsichtlichem Prüfzeugnis. Ohne Handlauf trägt die Scheibe die Holmlast allein, das ist Kategorie A, und dafür braucht es in aller Regel eine Zulassung des Systemherstellers oder einen Nachweis im Einzelfall. Der Handlauf ist damit oft nicht nur der sicherere, sondern auch der günstigere Weg.

In der Praxis bekommen unsere Treppengeländer meist einen aufgesetzten Handlauf aus Edelstahl oder Eiche. Er verschwindet optisch fast vollständig, weil er direkt auf der Glaskante sitzt – und löst beide Punkte auf einmal. Mehr dazu: Vorschriften für Glasgeländer in Bayern.

Welches Glas an die Treppe kommt

An absturzsichernden Stellen kommt Verbundsicherheitsglas zum Einsatz, nicht einfaches Einscheiben-Sicherheitsglas. Der Grund ist die Resttragfähigkeit: ESG zerfällt bei Bruch in feine Krümel und ist danach schlicht weg. VSG hält über die Zwischenfolie zusammen und verhindert, dass jemand durchstürzt. Bei einseitig eingespannten Ganzglasgeländern wird nach den einschlägigen Zulassungen üblicherweise VSG aus teilvorgespanntem Glas (TVG) eingesetzt, weil dieses in größeren, besser haftenden Stücken bricht.

Übliche Aufbauten an Treppen und Galerien: 12,76 mm bei kleineren Feldern und Pfostenkonstruktionen, 16,76 mm als der gebräuchlichste Aufbau im Wohnbau, 17,52 und 21,52 mm bei freistehenden Bodenprofilsystemen und größeren Spannweiten. Eine allgemeingültige Tabelle nach dem Muster „so hoch, also so dick“ gibt es allerdings nicht: Die Dicke folgt aus Holmlast, Glashöhe, Feldbreite und Einspanntiefe und wird im statischen Nachweis bestimmt.

Optisch entscheiden Sie zwischen klarem Floatglas, extraweißem Glas ohne den leichten Grünstich an den Kanten und satiniertem Glas, wenn eine Treppe im Blickfeld liegt und etwas Sichtschutz gewünscht ist.

Glasgeländer an einer bestehenden Treppe nachrüsten

Der häufigste Fall in unserer Praxis ist nicht der Neubau, sondern die vorhandene Treppe: Das alte Stabgeländer soll raus, Glas soll rein. Das geht – aber es beginnt mit einer Bestandsaufnahme vor Ort, nicht mit einem Katalog.

Zu klären ist erstens der Untergrund. Die Systemzulassungen für eingespannte Bodenprofile setzen in aller Regel Stahlbeton oder eine Stahlkonstruktion voraus. Bei einer Holztreppe ist ein eingespanntes Profil deshalb meist nicht der richtige Weg; dort arbeiten wir mit Punkt- oder Klemmhaltern und einem Nachweis für den konkreten Fall. Zweitens die Geometrie: Podeste, Treppenaugen und Wendelungen brauchen entweder passgenaue Sonderscheiben oder eine Unterteilung in mehrere Felder. Drittens die Höhe: Nach DIN 18065 als anerkannter Regel der Technik sind bei Absturzhöhen bis zwölf Meter 90 cm vorgesehen, darüber 110 cm – bei alten Treppen ist das häufig nicht eingehalten und wird beim Umbau mit korrigiert.

Ein Punkt, der Familien oft wichtiger ist als alles andere: Eine geschlossene Glasfläche hat keine Öffnungen und keine waagerechten Streben, an denen Kinder hochklettern können. Die Anforderung an kletterhemmende Umwehrungen erfüllt Glas konstruktionsbedingt von selbst – das ist einer der wenigen Fälle, in denen die schönere Lösung zugleich die sicherere ist.

Von der Anfrage bis zur montierten Treppe

Wir kommen vorbei und messen auf, statt nach Zeichnung zu fertigen – bei Glas gibt es keine Nacharbeit, jede Scheibe ist ein Einzelstück, das nach dem Vorspannen nicht mehr gekürzt oder gebohrt werden kann. Aus dem Aufmaß entstehen die Werkstattzeichnung, der Glasaufbau und, wo nötig, der statische Nachweis. Danach folgt die Fertigung, anschließend die Montage, die bei einer üblichen Wohnhaustreppe an einem Tag erledigt ist. Was das kostet, schlüsselt die Seite Glasgeländer Kosten nach Positionen auf.

Häufige Fragen zum Treppengeländer aus Glas

Braucht ein Glasgeländer an der Treppe immer einen Handlauf?
In Bayern ja: Art. 32 Abs. 6 BayBO verlangt für jede Treppe einen festen und griffsicheren Handlauf. Beidseitig muss er erst ab mehr als zwei nicht stufenlos erreichbaren Wohnungen sein. Technisch ist der Handlauf zudem der einfachere Weg, weil die Konstruktion damit in die geprüfte Kategorie B fällt.

Kann ich ein Ganzglasgeländer auf eine Holztreppe setzen?
Mit Einschränkungen. Eingespannte Bodenprofile sind für Beton und Stahl zugelassen, nicht für Holz. Auf Holzwangen arbeiten wir mit Punkt- oder Klemmhaltern und lassen die Befestigung für den konkreten Fall nachweisen. Pauschal zusagen lässt sich das nicht – das entscheidet sich beim Aufmaß.

Wie viel Sichtschutz bietet Glas an der Treppe?
Klarglas gar keinen, satiniertes Glas viel. Ein häufiger Kompromiss ist ein Satinatband im unteren Drittel: Der Blick von unten in den Treppenlauf ist verdeckt, das Licht bleibt.

Wie reinigt man ein Glasgeländer?
Wie ein Fenster – Wasser, etwas Spülmittel, Abzieher. Wichtiger ist, was man nicht nimmt: keine Scheuermittel, keine Klingen und keine ammoniakhaltigen Reiniger an den Kantenschutzprofilen und Dichtungen.

Wie lange dauert es vom Aufmaß bis zur Montage?
Rechnen Sie mit einigen Wochen. Der Zeitbedarf steckt in der Glasfertigung, nicht in der Montage – Sonderformate und beschichtete Gläser brauchen länger als Standardaufbauten.

Kontakt aufnehmen oder anrufen: 0911 13325151 (Mo–Fr 8–16 Uhr) – wir schauen uns Ihre Treppe an und sagen Ihnen, welche Bauweise dort funktioniert und was sie kostet. Drelux GmbH · Ansbacher Straße 2a · 90513 Zirndorf. Übersicht: Glasgeländer und Ganzglasgeländer bei Drelux.